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Edelsteinlexikon Chalcedon

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Chemische Formel: SiO2 (Oxid)
Chemische Zusammensetzung: Silicium,Sauerstoff
Farbe: weiß, grau, graublau
Härte: 6-7
Dichte: 2,50-2,70
Kristallsystem: trigonal
Spaltbarkeit: keine
Glanz: Seidenglanz, Glasglanz, matt
Transparenz: durchsichtig, durchscheinend
Strichfarbe: weiß
Bruch: muschelig
Ähnliche Mineralien: Opal
Besonderheiten: selten irisieren







Namensgebung und Geschichte:

Der Chalcedon ist nach der untergegangenen Stadt „Kalchidon“ in Kleinasien benannt.

8000 Jahre alte Funde beweisen, das der Chalcedon schon seit alters her als Edelstein bekannt ist.

Anfangs hat man Werkzeug daraus hergestellt. Im Mittelalter galt der Chalcedon als Symbolder Macht.

Allgemein/Vorkommen

Der Chalcedon gehört in die Quarzgruppe und kommt in kieselsäurearmen Vulkaniten wie z.B. Basalt, oder in Flußsedimenten und Verwitterrungsböden vor und tritt als Füllung in Hohlräumen auf.

Man unterscheidet den eigentlichen Chalcedon und Chalcedon im weiteren Sinne, der neben dem eigentlichen Chalcedon folgende Minerale umfasst: den gebänderten Achat, den apfelgrünen Chrysopras (Färbung durch Nickelsilikat), den dunkelgrünen Heliotrop mit roten Flecken, Holzstein (verkieseltes Holz), den Moosachat (farblos mit grüner Hornblende), roter Karneol (durch Eisenoxid gefärbt) und den Prasem. Chalcedon kann durch Färben und Erhitzen veredelt werden.

Fundorte:

Idar-Oberstein/Rheinland-Pfalz, Brasilien, Uruguay, Mexiko, Indien, Madagaskar, USA (Oregon)

Umgang/Pflege:

Bei zu starkem, dauerhaftem Sonnenlicht bleicht der Chalcedon aus, verliert seine blaue Farbe und wird milchig. Der Stein ist hochempfindlich gegen Chemikalien-Achtung bei der Arbeit mit Reinigungs-und Spülmitteln!

Verwendung:

Der Chalcedon wird zu Schmuck und kunstgewerblichen Gegenständen verarbeitet.



Zuletzt aktualisiert am: Sonntag, 17. Oktober 2004