Namensgebung und Geschichte:
Seinen Namen bekam der Achat nach dem Fluß „Achates“ heute „Dirillo“, auf Sizilien.
Viele aus Achat hergestellte Geräte von archäologischen Funden beweisen, das die Achate den Menschen schon über 8000 Jahren bekannt sind. Im Altertum wurden aus Achat Ziergegenstände gefertigt und Gemmen geschnitten.
Die berühmte Gemme oder Kamee des Augustus kann man im Wiener Museum bewundern.Es handelt sich hierbei um den zweitgrößten antiken Gemmenschnitt. (23x19cm)
In Rom und Griechenland galten Achate als Talismane.Angeblich schützten sie vor Giften und hielten Stürme und Gewitter fern.
Allgemein:
Der Achat gehört zur Quarzgruppe und kommt in kieselsäurearmen Vulkaniten wie z.B.Basalt oder in Flußsedimenten und Verwitterungsböden vor. Genau genommen ist der Achat lediglich ein gebänderter Chalcedon. Die verlaufenden Farbbänder werden durch Spuren von Eisen und Mangan hervorgerufen.
Die Achate werden in sogenannten Drusen oder Geoden gefunden. Wobei man im Grunde nur von einer Druse spricht, wenn der innerste Teil der Achatmandel nicht voll ausgefüllt ist. Ist der Achat voll ausgefüllt, spricht man von Geoden. Die Wände der Drusen sind mit Kristallen besetzt (z.B.Amethyst,Bergkristall). Die kugeligen Achate, die einst in den Lagerstätten von Rheinland-Pfalz und dem Saargebiet fand, waren nicht größer als 30cm im Durchmesser. Dagegen hat man in Brasilien Drusen von über 2m Durchmesser gefunden. Viele der heute angebotenen Achate sind künstlich gefärbt.Achate haben entsprechend ihrer Zeichnung unterschiedliche Namen. (z.B.Augenachat, Aztekenachat, Breccienachat, Sternachat, Korallenachat, Baumachat)
Achat,der auf künstlichem Wege schwarz gefärbt wurde, wird Onyx genannt.
Fundorte:
Idar-Oberstein/Rheinland-Pfalz, Brasilien, Uruguay, Mexiko, USA (Oregon), Madagaskar, Indien
Umgang/Pflege:
Durch färbende Kosmetika und Reinigungsmittel können fleckige Verfärbungen hervorgerufen werden!
Verwendung:
Der Achat wird zu Schmuck und kunstgewerblichen Gegenständen verarbeitet und beispielsweise als Handschmeichler, Anhänger, Gravur, polierte Scheibe oder als Rohstein angeboten.